Das Götteroktet in Kupfer ist eine von Belinda van Olzius geplante Folge aus acht Kupferstichen. Jede Gottheit des Götteroktetts erhält eine eigene Druckplatte und ein eigenes Bildblatt. Gemeinsam sollen die Blätter als große Wandkomposition präsentiert werden.
In Kreisen der Lukasgilde gilt das Vorhaben als angemeldetes Meisterstück. Weder die Gilde noch Belinda haben das Thema jedoch öffentlich bestätigt. Außerhalb der beteiligten Werkstätten ist das Werk deshalb vor allem als Gerücht bekannt, das mit jeder Weitergabe geringfügig größer und bereits deutlich fertiger wird.
Aufbau
Die Folge umfasst Darstellungen von Kupfer Toni, Geberitta, Solutios, Mandarin, Newtonius, Optika, Elkas und Ozzy. Die acht Blätter folgen einer gemeinsamen formalen Ordnung, ohne die Gottheiten auf dieselbe Haltung oder Bildsprache festzulegen.
Belindas Entwurf behandelt die Mitglieder des Götteroktetts als gleichrangige Einzelpersonen innerhalb eines gemeinsamen Ganzen. Die Wandkomposition soll daher weder eine einzelne Gottheit ins Zentrum rücken noch die Unterschiede zwischen ihnen glätten. Acht Götter in eine Ordnung zu bringen, ohne sie in dieselbe Form zu pressen, ist bereits künstlerisch anspruchsvoll. Im Kupferstich kommt hinzu, dass das Pressen nicht vollständig vermeidbar ist.
Schwierigkeit des Vorhabens
Kupfer Toni verhindert Darstellungen seiner Person in Kupfer. Das betrifft einen von acht notwendigen Teilen und damit zugleich die Vollständigkeit der gesamten Komposition. Die frei gewählten Meisterstücke der Lukasgilde werden vor ihrer Anmeldung nicht auf Erfolgsaussicht geprüft; das bekannte Hindernis macht den Entwurf daher nicht unzulässig, sondern riskant.
Eine abgeschlossene öffentliche Fassung des Götteroktetts in Kupfer ist nicht bekannt.
Hintergrund & MetareferenzenReale Bezüge, Quellen und Einflüsse
- »Oktett« bezeichnet unter anderem eine Gruppe aus acht Personen oder Dingen sowie ein Musikstück für acht Ausführende. Der Titel überträgt den Begriff auf die achtteilige Götterfolge.