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Eintrag № Lukasgilde

Lukasgilde

Die Lukasgilde ist eine Vereinigung für Kunst und Buchdruck. Sie verbindet handwerkliche Interessenvertretung mit der Prüfung und Anerkennung beruflicher Qualifikation. Zu ihren Mitgliedern gehören Kunstschaffende, Drucker und Werkstätten, deren Tätigkeiten sich nicht immer sauber voneinander trennen lassen. Die Gilde versucht es trotzdem, gewöhnlich mithilfe von Ausschüssen.

An ihrer Spitze steht das Oberhaupt der Gilde. Irmgard van Olzius übt dieses Amt aus und sitzt zugleich dem Meisterprüfungsausschuss vor.

Meisterprüfungen

Angehende Meisterinnen und Meister wählen ihr Prüfungswerk selbst. Die Gilde prüft ein angemeldetes Vorhaben nicht vorab auf seine Erfolgsaussicht. Künstlerische Freiheit bedeutet deshalb auch, dass ein besonders kühner Einfall nach der Anmeldung nicht nachträglich als Warnung der Verwaltung ausgelegt werden kann.

Bewertet werden sowohl die handwerkliche Ausführung als auch der verantwortliche Umgang mit der gewählten Aufgabe. Externe Recherche ist zulässig, sofern die geprüfte Person geeignete Fachleute bewusst auswählt, deren Ergebnisse nachvollziehbar in das Werk einbindet und die eigentliche handwerkliche Ausführung selbst verantwortet. Unterstützung wird damit nicht verschwiegen, aber auch nicht mit eigener Meisterschaft verwechselt.

Ausschüsse und Befangenheit

Der Meisterprüfungsausschuss betreut und bewertet die eingereichten Arbeiten. Nahe Angehörige einer geprüften Person dürfen weder an deren Anmeldung noch an der Betreuung oder Bewertung mitwirken. Die Regel soll verhindern, dass familiäre Nähe als fachliches Urteil auftritt, selbst wenn sie dafür ein ordentlich ausgefülltes Formular besitzt.

Die Gilde ist für ausführliche Prüfungsunterlagen und klar abgegrenzte Zuständigkeiten bekannt. Dass beides nicht automatisch zu übersichtlichen Verfahren führt, gehört seit der CDU-Affäre zu ihrer institutionellen Erfahrung.

Hintergrund & MetareferenzenReale Bezüge, Quellen und Einflüsse
  • Historische Lukasgilden waren Zusammenschlüsse von Malern und anderen bildenden Künstlern. Ihre Bezeichnung bezog sich auf den Evangelisten Lukas, der als Schutzpatron der Maler galt.