»Götter in Nischen« ist ein Ensemble aus acht Marmorstatuen. Jede Statue steht in einer eigenen Nische. Dargestellt sind Kupfer Toni, Geberitta, Solutios, Mandarin, Newtonius, Optika, Elkas und Ozzy.
Entstehung
Die Götterschaft ließ das Ensemble anfertigen, um die gemeinsame Ordnung des Götteroktetts sichtbar zu machen. Jede Figur erhielt dabei einen eigenen, klar abgegrenzten Platz innerhalb der Gruppe.
Aufbau und Bedeutung
Die acht Nischen geben jeder Statue einen eigenen, abgegrenzten Platz und ordnen sie zugleich zu einem gemeinsamen Ensemble. Dadurch verbindet das Kunstwerk die Vorstellung einer übergeordneten göttlichen Ordnung mit individuellen Darstellungen ihrer Mitglieder.
Hintergrund & MetareferenzenReale Bezüge, Quellen und Einflüsse
- Das Ensemble spielt auf Hendrick Goltzius’ Werk beziehungsweise Folge »Antike Götter in Nischen« an. Siehe Mythos, Macht und Menschlichkeit.
- Das historische Vorbild gehört zur Druckgrafik, während das fiktionale Ensemble als Marmorskulptur ausgeführt ist. Damit überträgt das Kunstwerk ein grafisches Motiv in den dreidimensionalen Raum.
- Goltzius’ Kupferstiche sind für eine plastische Wirkung bekannt: Anschwellende und verschwindende Schattenlinien lassen Körper und Volumen hervortreten. Diese Verbindung von Kupferstich und Skulpturalität passt besonders zur Übertragung des Motivs in Marmor.
- Die Ausstellung »Mythos, Macht & Menschlichkeit« zeigte 2018 Druckgrafik von Hendrick Goltzius aus den Beständen der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. Der Aufsatz »Das Skulpturale im Werk von Hendrick Goltzius« von Martin Kirves ist als wissenschaftliche Sekundärquelle im Repositorium der Universität Heidelberg zugänglich: ART-Dok.